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11. Okt 2017

ÖVI fordert faires Mietrecht - SPÖ Gleichung wird nicht aufgehen

 

SPÖ Bautensprecherin Ruth Becher hat in ihrer heutigen Pressekonferenz eine Gleichung präsentiert, die zwar auf den ersten Blick für Mieter/-innen vielversprechend wirkt, aber wohl nicht aufgehen wird. Denn eines wurde bei der Becher‘schen Berechnung nicht berücksichtigt: "Leistbares Wohnen steht nicht nur mit der Höhe des Mietzinses sondern ebenso mit einem ausreichenden Angebot in Zusammenhang.", so ÖVI Geschäftsführer Anton Holzapfel, der zu mehr Besonnenheit im Umgang mit diesem sozialpolitisch wichtigen Thema mahnt und keinerlei Verständnis für letzte populistische Wählermobilisierungsversuche - noch dazu mit nicht nachvollziehbaren Summen - aufbringt.

Zu wenig Neubauleistung und demografische Veränderungen in den Ballungsräumen haben den Markt in einzelnen Bereichen verknappt, Abhilfe wird nur die Vergrößerung des Wohnungsangebots schaffen können. Alleine in Wien müssten - laut Schätzungen des Instituts für Immobilien Bauen und Wohnen (IIBW)- jährlich mindestens 17.000 Widmungen vorgenommen werden, um einer massiven Verknappung des Wohnraumes entgegen zu wirken. Ohne einen nennenswerten Beitrag der privaten Immobilienwirtschaft wird das nicht zu stemmen sein! Dass Investitionen in Neubau, Erhalt und Sanierung nur dann überhaupt getätigt werden können, wenn diese auch finanzierbar sind, ist evident.

Die Investitionsbereitschaft der Immobilieneigentümer in Mietwohnungen ist bereits jetzt spürbar gehemmt. Die Liste der ohnehin schon in Summe massiven Belastungen für die Immobilienwirtschaft, die in der jüngeren Vergangenheit beschlossen wurden, ist lang. Beginnend mit der Einführung der Immobilienertragsteuer 2012, der Wohnrechtsnovelle 2015 (gegenleistungslose Ausdehnung der Erhaltungspflichten des Vermieters) wurde 2016 noch die Indexierung der Richtwertmieten durch das MILG II (2. Mietrechtliches Inflationslinderungsgesetz) erneut ausgesetzt. Auch die Steuerreform 2015/2016 hat den Investitionsmotor "Immobilie" vor allem mit dem rückwirkenden Eingriff in die einkommensteuerrechtlichen Bereiche der Absetzung für Abnutzung bei vermieteten Immobilien massiv gebremst. "Investitionen in Wohnungseigentum boomen, während nur noch die Wenigsten bereit sind, Investitionen in Mietwohnungen zu tätigen.", so die Erfahrung von ÖVI Präsident Georg Flödl.

"Ein zukunftstaugliches Wohnrecht soll die Basis für eine langfristige, gute Beziehung zwischen Eigentümer und Nutzer bilden und mit marktkonformen Mietzinsen einen fairen Ausgleich zwischen Leistung und Gegenleistung sicherstellen.", fordert Flödl die grundlegende Modernisierung des Mietrechts in der nächsten Legislaturperiode unter Berücksichtigung folgender Punkte:

* Einführung eines marktaffinen Mietzinsbildungssystems*
Steuerliche Anreize für Investitionen in den Wohnbau
* Hinterfragen bestehender Normen und Standards um geeignete
Rahmenbedingungen für leistbares Bauen zu schaffen
* Erhöhen der Treffsicherheit im sozialen Wohnbau

Rückfragehinweis:
Österreichischer Verband der Immobilienwirtschaft (ÖVI)
MMag. Anton Holzapfel
ÖVI Geschäftsführer
+43 1 505 48 75
office@ovi.at
www.ovi.at

Digitale Pressemappe: http://www.ots.at/pressemappe/782/aom

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