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27. Apr 2011

Alles Rasen oder was?

 

Ob ein Hausrasen, ein Sportrasen oder eine Wildblumenwiese: In der Gartenfibel lesen Planer und ausführende Betriebe alles rund um den Rasen.

Die Rasenfibel:
Leitfaden zur Begrünung für Planer und ausführende Betriebe

empfohlen von Antoine Berger, Präsident Verband Schweizer Gärtnermeister (VSG)

Rasengrundlagen

Die Wachstumsfaktoren
Damit sich Rasen gut entwickelt, müssen die Wachstumsfaktoren in einem gewissen Verhältnis zueinander stehen. Die Wachstumsfaktoren Wärme und bedingt auch Licht können nicht beeinflusst werden.

Die anderen Faktoren wie Wasser, Luft (Bodenluft) und Nährstoffversorgung sind beeinflussbar. Die Situation ist schon bei der Neuanlage und später auch bei der Pflege laufend sauber zu beurteilen. Mit den entsprechenden Massnahmen müssen dann Wachstumsfaktoren in ein möglichst optimales Verhältnis gebracht werden. Dadurch wird ein gesundes und kräftiges Rasenwachstum möglich.

Der Boden
Der Boden hat vielfältige Funktionen. Er ist Lebensraum für ein riesiges, von Auge weitgehend unsichtbares Bodenleben. Er bietet den Pflanzen Halt und Standfestigkeit. Zudem ist er Speicher für Wasser und Nährstoffe. Im Wasserkreislauf ist er ein wichtiger Filter und als Speicher hat er auch eine wichtige regulierende Funktion im Wasserkreislauf.

Nährstoffe
Damit sich qualitativ hochwertige Rasenmischungen optimal entwickeln können, braucht es eine bedarfsgerechte Nährstoffversorgung. Die wichtigsten Grundstoffe für die Pflanzen sind Kohlenstoff, Sauerstoff und Wasserstoff. Kohlenstoff bezieht die Pflanze in Form von Kohlendioxyd aus der Luft und wandelt es mit Hilfe von Sonnenlicht und Wasserstoff aus dem Bodenwasser zu Kohlenhydrat um (Photosynthese). Als «Abfallprodukt» aus diesem Prozess entsteht Sauerstoff.

Im Weiteren bezieht die Pflanze folgende Nährelemente: In grösseren Mengen (Makronährstoffe) die Nährstoffe Stickstoff, Phosphor, Kalium, Magnesium und Calcium. Mikronährstoffe werden nur in geringen Mengen benötigt. Beispiele sind Eisen, Schwefel, Bor, Mangan und viele weitere. Eine gute Bodenstruktur ist für den optimalen Nährstofftransport ein zentrales Element.

 

Rasen Nährstoffe

 

Der Rasen entzieht dem Boden laufend Nährstoffe, die über das Schnittgut abgeführt werden. Entsprechend müssen sie durch Düngung wieder zugeführt werden. Normalerweise enthalten unsere Böden genügend Mikronährstoffe, so dass diese selten gedüngt werden müssen. Die Ausnahme bilden sandreiche Aufbauten. Bei den Makronährstoffen kommt es aber bei fehlender Düngung schnell zu Mangelerscheinungen. Die Nährsalze werden hauptsächlich an den Ton-Teilchen im Boden fixiert. Sandige, durchlässige Sportrasenböden haben einen tiefen Tonanteil. Sie können dadurch Nährstoffe nur in geringem Masse speichern. Entsprechend wichtig ist deshalb eine sorgfältige und kontinuierliche Nährstoffversorgung.

 

Der Haus-, Siedlungs- und Fertigrasen
Der Haus-, Siedlungs- und FertigrasenBeim Hausrasen geht es um die Rasenflächen, die einen optisch ansprechenden Aspekt haben sollen und weniger stark belastet werden wie z.B. Sportrasen. Vom Top-Hausrasen über Siedlungsrasen mit weniger hohen Ansprüchen bis hin zum Parkrasen. Boden, Wahl der richtigen Ansaatmischung und die richtige Pflege müssen aufeinander abgestimmt sein, um diese Ziele zu erreichen.

 

Fertigrasen ist die ideale Lösung für schnelles Grün. Die Vorteile sind bestechend:

 

 

  • Dichtes, sattes Grün innert Stunden
  • Betreten des Hausrasens nach 10 bis 14 Tagen, spielen auf einem Sportrasen nach 4 bis 8 Wochen
  • Kein Unkrautrisiko
  • Profilierung des Gärtners durch nicht alltägliche Lösung
  • Die Baustelle kann schneller abgeschlossen und übergeben werden

 

Der Sport- und Golfrasen
Sport- und GolfrasenBeim Sportrasen geht es um funktionale Aspekte wie Strapazierfähigkeit und Regenerationskraft. Zudem soll das Terrain faire und unfallfreie Spiele ermöglichen. Die Bandbreite ist gross und geht von Schulspielwiesen über Bäderrasen bis hin zu Fussballplätzen mit unterschiedlichster Belastung.

Der Planung und Bauausführung werden heute technische Standards und Richtlinien (z.B. DIN 18035, Bl. 4) zugrunde gelegt. Sie tragen dem Umstand Rechnung, dass die Plätze oft bei jedem Wetter und fast zu jeder Jahreszeit benutzt werden. Die Belastung ist ein wichtiges Kriterium. Sie beeinflusst den Bau und die Pflegeintensität. Sieht man vom Bäderrasen ab, wird die Belastung in Stunden pro Woche ausgedrückt. Die Grenze der Belastbarkeit muss individuell anhand vom Rasentyp, Aufbau, Pflegeintensität usw. festgelegt werden. Bei den grossen Flächen kommen deshalb auch grössere Pflegemaschinen zum Einsatz.

 

Die Wildblumenwiesen
WildblumenwiesenWildblumenwiesen sind für die Tier- und Pflanzenwelt eine Wohltat. Sie bieten für viele Kleinlebewesen wie Schmetterlinge, Grashüpfer und Käfer überlebenswichtigen Lebensraum.

Die Wildblumenwiesen brauchen wenig Pflege. Damit sie möglichst reichhaltig blühen ist magerer Boden an sonnigem Standort von Vorteil. Im Jahr der Neuanlage muss man die Wiese öfter schneiden, damit die Blumen ausreichend Platz haben um sich entwickeln zu können. Mykorrhiza-Pilze leben in Symbiose mit den Wildblumen und machen die Wildblumenwiese artenreicher.

 

 

 

 

Der Schotter
SchotterrasenSchotterrasen sind magere Vegetationstypen auf schotter- und kiesreichen Flächen. Langsam wachsende Pionierpflanzen mit geringem Nährstoffbedarf fühlen sich wohl.

Bodenversiegelung
Die ständig fortschreitende Versiegelung der Bodenoberfläche führt mehr und mehr zu Überschwemmungen von Flüssen und Seen. Für Abstellflächen, Parkplätze und gelegentlich benutzte Zufahrten ist ein Schotterrasen oft eine gute Lösung. Bei Bedarf zusätzlich befestigt mit Wabengittern zur Schonung der Vegetation.

Mehr und mehr erheben Städte und Gemeinden Steuern pro Quadratmeter versiegelter Fläche. Mit Schotterrasen und begrünten Parkplätzen anstelle von versiegelten Flächen können aktiv Steuerausgaben reduziert werden.

Beim Unterhalt geht es im Wesentlichen um den Schnitt. Die Schnitthäufigkeit ist sehr variabel je nach Typ des Schotterrasens. Extensive Flächen werden einmal im Winter oder gar nicht geschnitten. Bei üppigerem Aufwuchs wird auch während der Vegetationsperiode geschnitten. Belastete Schotterrasen (beispielsweise Parkplätze) werden bis zu zehn oder mehr mal geschnitten, damit der Rasen nicht zu hoch wird.

 

Intensive und extensive Dachbegrünung
Intensive und extensive DachbegrünungBei üppigerem Aufwuchs, stärkerer Nutzung und erhöhtem Pflegeaufwand spricht man von intensiver Dachbegrünung. Ab einer Vegetationsschicht von ca. 15 cm ist die Anlage von Rasenflächen möglich. Bei Vegetationsschichten von über 40 cm wird auch normaler, durchlässiger Humus verwendet!

Das Ziel der Begrünung ist, eine dauerhafte, möglichst vielfältige Pflanzengemeinschaft mit langsam wachsenden, niederen Wildkräutern zu entwickeln. Sie soll keine wurzelaggressiven Arten enthalten. Dank der geringen Lastannahme sind extensive Dachbegrünungen auch für Hochbaukonstruktionen in Leichtbauweise geeignet.

Für bedrohte Pflanzen und Tiere werden neue Lebensräume geschaffen. Untersuchungen zeigen, dass Dachbegrünungen als Standort für Hunderte von Pflanzen, Spinnen und Insekten dienen. Zudem wirken begrünte Dächer schalldämmend und leisten einen kleinen Beitrag zur Luftverbesserung.

 

Begrünung
BegrünungNach Bautätigkeiten wie Strassen- und Eisenbahnbau oder nach Naturereignissen wie Hangrutschen usw. entstehen offene Flächen, die möglichst rasch begrünt werden müssen. Dabei steht nicht die anfängliche Artenvielfalt oder der perfekte Rasenteppich im Vordergrund, sondern der kurzfristige Erosionsschutz und die anschliessende, natürliche Wiederbesiedlung der einheimischen Flora. Bei solchen Ansaaten sprechen wir von «Begrünung».

Besonders in den Höhenlagen ist die Einfügung in die Landschaft wichtig, da sonst Jahrzehnte lang sichtbares Mosaik entsteht. Deswegen wird oft Saatgut mit Ökotypen (in den Hochlagen «Hochlagen-Ökotypen») verwendet.

 

 

Problembehandlungen
Entspricht der Rasen nicht mehr den Ansprüchen, muss anhand des Rasenbildes auf die möglichen Ursachen geschlossen werden. Bei der Abhilfe der mangelhaften Situationen darf es nicht bei der Symptombekämpfung bleiben. Für einen dauerhaft schönen Rasen müssen die Ursachen behoben werden. Grundlage ist eine saubere Situationsanalyse: Wie ist der Boden (sandig/lehmig)? Ist der Boden ausreichend durchlüftet (aerifizieren)? Wurde der Rasen in der Vergangenheit regelmässig gemäht und ausreichend ernährt? Hat es besondere Standortverhältnisse wie Schatten, Nässe, Hitze? Darauf aufbauend sind die in der Rasenfibel beschriebenen Massnahmen für einen dauerhaft grüneren und dichteren Rasen zu ergreifen.

 

Pflanzen
Gräser
Die Grasfamilie ist eine der gattungs- und artenreichsten unter den blühenden Pflanzen. In ihrer Gesamtheit sind die Gräser auf der ganzen Welt die wichtigste Pflanzenfamilie für die Menschheit. Denn zu ihr gehören nicht nur die Futtergräser der Wiese, sondern auch die Getreidearten zur menschlichen und tierischen Ernährung.

Klee
Die Leguminosen sind als Stickstoffsammler wichtige Partner im Begrünungsbereich und in der Landwirtschaft. Bei Begrünungen sind gutes Wurzelwerk, Dauerhaftigkeit oder rasche Bodenbedeckung bei möglichst geringem Schnittaufwand wichtige Auswahlkriterien. In der Landwirtschaft werden vor allem Weiss- und Rotklee und Luzerne verwendet, da sie ertragreich sind und einen hohen Nährstoffgehalt für Tiere haben.

Wildblumen
Bei den Wildblumen gibt es eine Fülle von Arten. Die Vielfältigkeit bezieht sich sowohl auf den Standort wie auch auf die Ausdauer, Wuchsform oder Blüte. Sie sorgen für viel Artenreichtum in den Wildblumenwiesen, bei Begrünungen, bei extensiver Dachbegrünung usw.

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Fürbergstraße 18-20
Salzburg
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