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| Unterschiede, Funktionsweisen, Hinweise, Brandschutz |
Die im vorliegenden Beitrag enthaltenen Informationen sind als Planungs-
und Informationshilfe für den architektonischen Entwurf von Ofenanlagen
zu verstehen. Für die Dimensionierung, Konstruktion und Montage empfiehlt
es sich dringend, bereits in der Vorprojektphase, einen ausgewiesenen Fachmann
(Hafner) beizuziehen. Er kann bei der Planung einer Feuerstelle behilflich
sein, zum Beispiel bei der Standortwahl des Ofens, dem Einbau und Prüfen
der Kaminqualität sowie des Kaminanschlusses. Der Hafner gewährleistet
zudem:
¿ eine produktunabhängige Beratung
¿ eine fachgerechte Installation
¿ die Berücksichtigung sämtlicher Vorschriften |
| Ursprünglich hatten Cheminées kaum eine wärmende Funktion
und wurden eher aus Gründen einer gemütlichen Atmosphäre
angefeuert. Bis heute hat sich der Cheminéebau jedoch stark weiterentwickelt
und nun leisten sie hervorragende Dienste als Einraum- oder Ergänzungsheizung.Das
Cheminée besteht grundsätzlich aus einem Cheminéekörper
und dem dazugehörenden Rauchkaminzug, wobei jeweils verschiedene Materialien
wie Keramik, Naturstein oder auch Metall, als Verkleidung zur Auswahl stehen.
Heute werden neue Cheminées nur noch mit Glasfenster installiert ¿ vor
allem energetische und lufthygienische Gründe sprechen dafür.
Die Vorschriften über offene Cheminées (ohne Glasfenster) werden
in verschiedenen Kantonen überarbeitet. Die Hafner kennen die aktuellen
Bestimmungen. |
| Speichercheminées sind aus speziellen wärmespeichernden Materialien
und können deshalb bis zu acht Stunden an einem Stück heizen.
Sie weisen einen guten Wirkungsgrad (Verhältnis des Aufwandes zum
Nutzen der eingesetzten Energie) aus. |
| Das sollte vor dem Einbau eines Cheminées
mit dem Hafner besprochen werden |
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¿ Wärmebedarf der zu heizenden Räume
¿ Technik und Design
¿ Standort und Grösse des Cheminées
¿ Kaminqualität
¿ Einfachster Zugang zum Holzlager
¿ Raumunabhängiger Frischluftanschluss
¿ Funktionssicherheit bei Komfortlüftung und Küchenabzug |
Cheminéeöfen eignen sich als Einraum- oder Ergänzungsheizung.
Sie sind Fertigprodukte, die mehrheitlich aus Stahlblech bestehen und von
einem Hafner fachmännisch installiert werden. Es gibt zahlreiche Hersteller
und Produktvarianten mit verschiedensten Funktionen wie Grillieren und
Backen. Eine Besonderheit an Cheminéeöfen ist, dass sie bei
einem Wohnungswechsel demontiert und an einem neuen Ort wieder montiert
werden können. Wichtig beim Einbau:
¿ Baubewilligung
¿ Gibt es einen freien Kamin der genutzt werden kann?
¿ Prüfzeugnis/Garantie
¿
Abnahme durch den Brandschutzexperten |
| Der Speicherofen ¿ auch Kachelofen genannt ¿ sorgt für
den optimalen Heizkomfort. Er gibt bis zu 24 Stunden kontinuierlich Wärme
ab. Speicheröfen können sowohl als Ein- und Mehrraumheizung eingesetzt
werden und eignen sich hervorragend zum Backen, Schmoren und Braten. Nahezu
70 % seiner Wärme gibt der Speicherofen in Form von Strahlung ab,
ohne die Luft stark zu erwärmen und dadurch auszutrocknen. Je mehr
ein Ofen wiegt, desto höher die Speicherkapazität. Speicheröfen
zeichnen sich zudem durch einen hohen Bedienungskomfort aus. Die Zufuhr
der Verbrennungsluft sowie die Abgasklappe lassen sich automatisch regeln. |
| Schwere Speicheröfen über 1.000 kg und bis zu 24 Stunden Speicherleistung
werden vom Hafner individuell nach dem Kundenwunsch gestaltet. Die Ofenhülle
kann aus verschiedenen Materialien bestehen Metall, Keramik, Naturstein,
Speckstein oder auch Glas. |
| Kleinspeicheröfen bis 500 kg und einer Speicherleistung von etwa
acht Stunden sind Fertigprodukte, die der Hafner vor Ort installiert. Es
gibt sie in zahlreichen
Varianten und Verkleidungsmaterialien. |
| 3.3 Speicheröfen
mit Satellitenspeicher |
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| Das Heizungssystem mit Satellitenspeicher erlaubt eine etagenübergreifende
Heizung. Es zeichnet sich aus durch eine bessere Wärmeverteilung.
Die heutigen Anforderungen an Wärmedämmung ermöglichen zudem,
Speichergrundöfen als alleinige Heizquelle auszulegen, ohne dass auf
den gewohnten Komfort verzichtet werden muss.Der Speicherofen mit Satellitensystem
wird vom Hafner individuell hergestellt. Dabei wird die Form durch die
Funktion bestimmt: Die Speicheröfen im Erdgeschoss haben idealerweise
eine vertikale Form. Bei der Verkleidung stehen hingegen
alle gängigen Materialien zur Auswahl. |
| 3.4 Speicheröfen mit Kesselwärmetauscher |
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| Kesselwärmetauscher sind im Speicherofen eingebaut. Man bezeichnet
sie oft auch als Heizkessel. Speicheröfen mit Kesselwärmetauscher
eignen sich hervorragend als Ganzhausheizung. Sie nutzen die frei werdende
Energie, indem sie mit den heissen Abgasen einen Wasserheizkreislauf betreiben.
Vor allem grosse Räume können damit optimal beheizt werden. Den
höchsten Komfort für Wärme aus dem Kachelofen erreicht man
mit einem Kesselwärmetauscher, denn ein Grossteil der erzeugten Wärme
wird damit für das Aufheizen des Brauchwassers und die Wärmeverteilung
genutzt.Die heissen Abgase werden durch den Kesselwärmetauscher geführt.
Dies gewährleistet, dass die Energieübertragung möglichst
intensiv ist. Je grösser die Austauschfläche, desto grösser
der Übertragungsgewinn auf das Wasser. Damit wird, je nach Auslegung,
ein Brauchwasser- und/oder ein Zentralheizungskreislauf betrieben. Die
Kesselwärmetauscher gibt es als geprüfte Fertigprodukte. Sie
sind aus Stahl oder Gusseisen.
Eine solche Anlage lässt sich ideal mit Sonnenkollektoren ergänzen. |
| 3.5 Speicheröfen
mit Absorber |
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| Speicheröfen mit Absorberwärmetauscher eignen sich als Mehrraum-,
Ergänzungs-
und als Ganzhausheizung. Vor allem gut isolierte Häuser (Minergie) lassen
sich wegen des geringen Wärmebedarfs mit diesem System optimal beheizen.
Ausserdem bleibt die Anlage klein und überschaubar. Man braucht nur einen
Regler, eine Pumpe und ein Expansionsgefäss. Selbstverständlich kann
auch in Verbindung mit einer Kompaktsolaranlage Warmwasser erzeugt werden.Der
mit Kupfer belegte Absorberwärmetauscher ist zwischen der inneren und äusseren
Ofenschicht angebracht. Dies hat den Vorteil, dass die Verbrennung nicht gestört
wird und somit keine Qualitätseinbussen entstehen. Der Absorberwärmetauscher
schöpft einen Teil der Energie (ca. 50 %) ab und gibt sie an den Heizkreislauf
weiter. Über den lassen sich die anderen Räume heizen, z. B. mit Radiatoren
oder Fussleistenheizungen.
Die Wärmeabgabe regeln Thermostatventile. |
| 4. Was bei der Planung
eines Speicherofens generell mit dem Hafner besprochen werden sollte |
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¿ Welches Ofensystem eignet sich?
¿ Wärmebedarf der zu heizenden Räume
¿ Warmwassererzeugung gewünscht?
¿ Technik und Design
¿ Wahl des Brennstoffes (Holz oder Pellets)
¿ Standort und Grösse des Ofens
(ggf. Standort des Satellitenspeichers)
¿ Standort und Qualität des Kamins
¿ Frischluftzufuhr
¿ Einfachster Zugang zum Holzlager |
| Cheminées sind lüftungstechnische Anlagen, die entsprechend
berechnet werden müssen. Dabei sind zu berücksichtigen: Raumgrösse,
Raumverhältnisse, Feuerraumöffnungsgrösse, Rauchfang, Rauchfangklappe
und Rauchkaminhöhe. Allgemeine Regeln, Berechnungen und Dimensionierungen
können allerdings nicht gegeben werden, da für jedes Gebäude
eine spezifische Feuerung geplant wird, bei der viele unterschiedliche
Faktoren mit einbezogen werden müssen. Die Architekten sollten bei
der Planung einer Feuerung rechtzeitig mit einem Hafner in Kontakt treten,
da durch eine frühe und intensive Zusammenarbeit mit dem Fachmann,
Fehler bei dem Entwerfen und Planen vermieden werden können. |
| Auf Grund neuer Prüfnormen weisen Feuerungen differenzierte Sicherheitsabstände
zu brennbarem Material auf. Informationen können bei einem Hafner
eingeholt werden. |
| 4.4 Raumventilation und
Feuerungen in Wohnräumen |
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| Werden Küche, Bad oder WC der Wohnung, in der eine Feuerung zu stehen
kommt,
durch Ventilationseinrichtungen entlüftet, müssen diese Einrichtungen
bei Betrieb der Feuerung abgeschaltet werden können. Ist dies nicht möglich,
sollte der Aufstellraum luftdicht gegen die Ventilationseinrichtung abgeschlossen
werden können. Falls auch das nicht möglich ist, muss Frischluft mindestens
im Ausmass der Abluftmenge zugeführt werden. In Restaurants, Sälen
usw. mit Grill- oder Cheminéeanlagen muss im Raum ein Überdruck erzeugt
werden. Es ist in jedem Fall eine Zusammenarbeit mit dem Lüftungstechniker
zu empfehlen. |
| 4.5 Feuerungen in dichten Wohnbauten |
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| Die folgenden Hinweise gelten für alle dichten Gebäude, unabhängig
davon, ob das Gebäude über eine mechanische Lüftung verfügt,
oder ob es fenstergelüftet wird. z. B. Minergiegebäude, konventionelle
Neubauten und Sanierungen. Um die Wärmeverluste zu reduzieren, werden
Neubauten, aber auch sanierte Gebäude möglichst dicht erstellt.
Die meisten Häuser verfügen über Küchen- und Toilettenabluftsystem,
welche den Räumen grosse Mengen Luft entziehen. Dies führt zu
teilweise erheblichem Unterdruck in den jeweiligen Gebäuden. Kleinholzfeuerungen,
welche die Verbrennungsluft vom Aufstellraum beziehen, können bei
diesen Druckverhältnissen nicht mehr betrieben werden Um eine Kleinholzfeuerung
sicher zu betreiben, müssen im Aufstellraum neutrale Druckverhältnisse
herrschen. Bezieht man die Verbrennungsluft direkt vom Raum, muss sicher
gestellt sein, dass diese dem Raum wieder zugeführt wird. In alten
Gebäuden findet dieser Luftwechsel über Ritzen und Öffnungen
in der Konstruktion (Fenster und Türen ohne Dichtungen) statt.Kleinholzfeuerungen
funktionieren nur bei druckneutralen Verhältnissen störungsfrei.
Besprechen sie das Thema mit ihrem Hafner. |
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