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"So handeln, dass kommende Generationen die gleichen Gestaltungsmöglichkeiten haben, wie wir heute"

Was ist Nachhaltigkeit?

Der Begriff der Nachhaltigkeit wurde im 18. Jahrhundert im Bereich der Forstwirtschaft geprägt. Durch den rücksichtslosen Kahlschlag der Wälder konnte der Boden dem Wind, der Sonne und dem Regen keinen Widerstand mehr entgegen setzen. Der fruchtbare Waldboden wurde weggeschwemmt. Karstlandschaften wie an der Dalmatinischen Küste, an welcher heute kein Wald mehr wächst, entstanden und mussten mühsam wieder aufgeforstet werden.

So, wie es den Wäldern im Mittelmeerraum erging, so kann es der industrialisierten Welt ergehen. Dies war das Resümee der Studie "Grenzen des Wachstums", die heute als eine der Ur-Studien zur nachhaltigen Entwicklung gilt. Die Studie wurde im Auftrag der deutschen Volkswagen-Stiftung am MIT (Massachusetts Institute of Technologie in den U.S.A.) geschrieben. Dieser Bericht sagt einen katastrophalen Niedergang des Lebensstandards und der Weltbevölkerung voraus. Gründe dafür waren der ungebremste Raubbau an den Ressourcen unseres Planeten und die Steigerung der Weltbevölkerung. Gefordert wurde der ¿dauerhafte Gleichgewichtszustand¿. Das war der Beginn der ¿nachhaltigen Entwicklung¿, wie er im Brundtland-Report bezeichnet wird.

Definitionen von Nachhaltigkeit

Der Begriff der Nachhaltigkeit gilt seit einigen Jahren als Leitbild für eine zukunftsfähige Entwicklung ("sustainable development") der Menschheit. Die Agenda 21 und die Lokale Agenda 21 setzen zur Lösung heutiger und künftiger Umweltprobleme auf das Prinzip der Nachhaltigkeit.

Künftig soll sich alles Wirtschaften unter Berücksichtigung ökonomischer und sozialer Dimensionen an den Grenzen der Tragfähigkeit des Naturhaushaltes orientieren.

Was versteht man unter einer nachhaltigen Entwicklung?

Der Begriff "sustainable development" wird im Deutschen zumeist mit "nachhaltiger Entwicklung" übersetzt. Es gibt in der Literatur auch andere Bezeichnungen dafür:

  • dauerhaft umweltgerechte Entwicklung
  • umweltgerechte Entwicklung
  • ökologisch-dauerhafte Entwicklung
  • zukunftsverträgliche Entwicklung
  • nachhaltig zukunftsverträgliche Entwicklung
  • zukunftsfähige Entwicklung.


Diese Begriffe umschreiben das Leitbild.

Definition der Weltkommission für Umwelt und Entwicklung (Brundtland-Report), 1987
Nachhaltig ist eine Entwicklung, ¿die den Bedürfnissen der heutigen Generation entspricht, ohne die Möglichkeiten künftiger Generationen zu gefährden, ihre eigenen Bedürfnisse zu befriedigen und ihren Lebensstil zu wählen.¿

¿Dauerhafte (nachhaltige) Entwicklung ist Entwicklung, die die Bedürfnisse der Gegenwart befriedigt, ohne zu riskieren, dass künftige Generationen ihre eigenen Bedürfnisse nicht befriedigen können. Zwei Schlüsselbegriffe sind wichtig:
- der Begriff 'Bedürfnisse', insbesondere die Grundbedürfnisse der Ärmsten der Welt sollen Priorität haben
- der Gedanke von Beschränkungen, die der Stand der Technologie und der sozialen Organisation auf die Fähigkeit der Umwelt ausübt, gegenwärtige und zukünftige Bedürfnisse zu befriedigen.
Dementsprechend müssen die Ziele wirtschaftlicher und sozialer Entwicklung im Hinblick auf die Dauerhaftigkeit definiert werden, in allen Ländern - Industrie- und Entwicklungsländern, marktorientierten oder zentral gelenkten.

Die Menschheit ist einer nachhaltigen Entwicklung fähig - sie kann gewährleisten, dass die Bedürfnisse der Gegenwart befriedigt werden, ohne die Möglichkeiten künftiger Generationen zur Befriedigung ihrer eigenen Bedürfnisse zu beeinträchtigen.


Definition der Agenda 21 - Nachhaltige Entwicklung, 1992

¿Durch eine Vereinigung von Umwelt- und Entwicklungsinteressen und ihre stärkere Beachtung kann es uns jedoch gelingen, die Deckung der Grundbedürfnisse, die Verbesserung des Lebensstandards aller Menschen, einen größeren Schutz und eine bessere Bewirtschaftung der Ökosysteme und eine gesicherte, gedeihlichere Zukunft zu gewährleisten.
Das vermag keine Nation allein zu erreichen, während es uns gemeinsam gelingen kann: in einer globalen Partnerschaft, die auf eine nachhaltige Entwicklung ausgerichtet ist.¿


Weitere Informationen unter:
Webseite


Nachhaltige Entwicklung in Österreich

Bereits im Jahr 1994 hat Österreich als zweites europäisches Land nach den Niederlanden seinen Nationalen Umweltplan (NUP) verabschiedet. Dieser wurde mittlerweile aktualisiert.
Das Regierungsprogramm der neuen österreichischen Bundesregierung benennt das Nachhaltigkeitsprinzip als eine der Grundlagen der österreichischen Umweltpolitik:
- Hohes Umweltschutzniveau in Österreich und Anhebung des EU-Standards auf österreichisches Niveau
- Vorteile für den Wirtschaftsstandort Österreich und die Beschäftigung durch Umwelt-Investitionen im Inland und Export von Umwelttechnologien
- Führungsrolle Österreichs in der EU-Umweltpolitik gemeinsam mit anderen EU-Ländern

Im April 2002 hat die Bundesregierung ihre Nationale Nachhaltigkeitsstrategie beschlossen. Mehr hierzu:
Nachhaltigskeitsstrategie (Überblick)
Indikatoren der österreichischen Nachhaltigkeitsstrategie
Von der Homepage des Umweltministeriums können weitere umwelt-und nachhaltigkeitsbezogene Informationen heruntergeladen werden:
¿Österreichs Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft 2000" (Folder) (PDF, 2,4 MB), bzw. Daten und Zahlen (Bericht, PDF, 4,2 MB)
¿ Grüner Bericht 1999" (Gesamtdokument) (PDF, 5,8 MB)
Österreichisches Programm für die Entwicklung des Ländlichen Raums (Startseite zum Download der Vollversion in Form von 5 PDF-Dateien, Zusammenfassung als DOC-Datei (0,3 MB) und einer Folienpräsentation (PPT, 0,5 MB)
Das österreichische Bundesministeriums für Verkehr, Innovation und Technologie (BMV) hat ein Impulsprogramm ¿Nachhaltig Wirtschaften - at:sd¿ aufgelegt. Darin sollen richtungsweisende und beispielgebende Projekte in den Themenbereichen effiziente Energienutzung, nachwachsende Rohstoffe, ökoeffiziente Verfahren und Produkte etc. unterstützt werden. Derzeitige Projekte:
Haus der Zukunft
Fabrik der Zukunft
Energiesysteme der Zukunft
Das Österreichische Umweltbundesamt bietet eine Vielzahl von Quellen und Verweisen zu Nachhaltigkeits-relevanten Themen- Einzelne Kommunen haben ihre LA21-Aktivitäten ins Netz gestellt:
Wien:
Ökostadt Graz - Lokale Agenda 21
Verein Ökologische Landentwicklung (ÖLE): Gemeindebetreuung im Rahmen von Lokal Agenda 21in der Steiermark
Weitere Links:
Österreichischer Städtebund
Österreichischer Gemeindebund



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