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28. Jul 2008

Hoch vom Galgen her

 

Stromabwärts von Krems bauen hunderte Arbeiter an einer Lücke des Regionenrings.
Auf 6,6 Kilometer werden 170 Millionen Euro verbaut.
Herzstück ist die 360 Meter lange Donaubrücke, die mit einer Galgenkonstruktion eine bautechnische Österreich-Premiere bietet.

Bauleiter Peter Jungbauer steigt die Treppen hinunter auf den Holzsteg.
Er nimmt den Klöppel und klopft gegen Eisen. Am anderen Ufer öffnet sich kurz darauf die Tür des Hütterls. Ein bulliger Fährmann steigt ins Rettungsboot, zieht mit festem Ruck an der Startschnur und nimmt das Steuer in die Hand. Leise tuckert das Boot heran. Fast täglich schippert der Fährmann den Alpine-Mitarbeiter Jungbauer zwischen diesem und jenem Donauufer hin und her. Jungbauer führt Besucher über die Baustelle oder wirft einen Kontrollblick auf die Arbeiten auf der anderen Seite. Sein Büro ist im Container auf der rechten Donauseite. Sein Team werkt am Herzstück einer für den Wiener Regionenring fehlenden Verbindung zwischen der Westautobahn und der Schnellstraße nach Stockerau.
Bisher rollt der Verkehr von der Westautobahn über die Schnellstraße 33 in Richtung Krems. Dann kann entweder über die Tullner Bundesstraße oder mit
einem beträchtlichen Umweg über die Donaubrücke Krems auf die Schnellstraße nach Stockerau aufgefahren werden. Die kürzeste Verbindung ist mit 6,6 Kilometer zu schaffen, weiß die ASFINAG. Vier Jahre wurde geplant. 14 Straßenkilometer weniger bringen 130.000 gesparte Kilometer pro Tag, rechnen die Befürworter den Gegnern vor. Zu den Pro-Stimmen zählen Landeshauptmann Erwin Pröll und Infrastrukturminister Werner Faymann.

Seit dem Vorjahr arbeiten zwischen Traismauer und Grafenwörth alle großen österreichischen Baufirmen. Jeder erhielt ein Stück vom Kuchen: Im Süden sind STRABAG und Porr beauftragt, im Norden eine ARGE aus fünf Baufirmen. Eins aus drei mal zwei. Den Auftrag für das bautechnische Herzstück und Prestigeobjekt – die Donaubrücke – hat die Alpine für sich gewonnen. Donaubrücke ist zu wenig gesagt. Das ein Kilometer lange Baulos besteht aus drei Brücken: je eine vorangehende auf jeder Stromseite – Vorlandbrücken genannt – und die zentrale Donaubrücke. Mit einem 356 Meter langen Bauwerk wird der 320 Meter breite Strom überspannt. Auf zwei Pfeilern werden zwei voneinander unabhängige Richtungsfahrbahnen aufliegen. Zusammengerechnet wird das Bauwerk mit zwei Fahrstreifen und Pannenstreifen in jeder Richtung über 30 Meter breit sein. Doch zurück in die Gegenwart: Von der Brücke ist noch nichts
zu sehen, vom Rettungsboot aus aber schon einiges.
Vor dem rechten Donauufer liegt ein schwimmender Großbauplatz. Drei Großschiffe vom Wasserbauunternehmen Brandner wurden zu einer Baustelle Zusammengebaut. Das vom Ufer in die Flussmitte hinausstechende Querschiff – früher ein holländisches Tankschiff namens Mars 1 – ist Zufahrt. Auf dieses Schiff fahren Mischer und bringen den wichtigsten Stoff für die Pfeiler: Beton. Das ist nur der Anfang der schwimmenden Baustelle. Zwei parallel zum Ufer angebaute Längsschiffe sind Arbeitsplatz der Bauteams. Die 90 Meter langen Schiffe sind durch zwei mächtige Stahlgalgen wie zwei Riesenklammern
verbunden. Jedoch nicht nur verbunden. Die Galgen halten den Abstand, den es für den Bau des Pfeilers braucht: 6,5 Meter. Sie sind ein bautechnisches Novum in Österreich.

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